Kampfansage

Boxerin

Schwerer Blick in den Augen
Wunde Seele
Das Leben ganz durcheinandergebracht
In dieser sonnendurchfluteten Stille
Habe ich nicht an dich gedacht
Ich werde dich nicht noch bemühen
Geh meine Wege allein
Das Recht auf Sehnsucht verschollen
Das verstehen?, fragte sie.

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Himalaja

Himalaya

Auf den Pfaden der Berge und durch die Schluchten vorbei an Wasserfällen bin ich gewandert,
dir meinem Gott wollte ich alle Opfer bringen,
und ich werde es unaufhörlich tun, bis ans Ende der Welt gehen, wenn es so in den Sternen steht.
Denn nur auf den Gipfeln bin ich glücklich, und nach jedem Sturz kette ich mich fester an dich, an die Felsenwand des Himalajas.
Ich möchte den Menschen das Feuer bringen und im Zauber der Poesie vergehen,
denn in dir ist mein Grab, oh Himalaja.

Das Schweigen

Stern

Eine dicke Wolke, die sich in mir breit macht,
alles hinunterschluckt und die Sprache verlegt,
wollte dir doch noch einiges sagen, doch dann
hast du die Frage gestellt: Wer bin ich?
Ja weißt du es nicht?
Vielleicht bin ich der Regen, der auf deine Füße tropft,
vielleicht ein Blinzeln von dem Stern, der nachts an deinem Fenster hockt,
vielleicht auch der helle Sonnenstrahl, der dein Herz zum Leuchten bringt,
an manchen Tagen auch die Qual, die dich zum Nachdenken zwingt.
Doch glaub mir, ich bin ein Mensch wie du, vielleicht fühlst du mich.

Der gestohlene Himmel

Himmel

Hast du schon am gestohlenen Himmel die Sterne gezählt
Und dich wie im Paradies gewähnt?
Das Blinken eines Flugzeuges am Nachthimmel
Wo zieht es wohl seine Bahn

Bin heute Nacht aufgewacht, im Schweiß gebadet
Hab mir um dich Sorgen gemacht
Wohin treibt uns diese Welt?
Nichts ist mehr wie es war

Dieser selbst gemachte Himmel hat den Sturm gebracht
Er wird alles hinwegfegen, Bäume wiegen sich im Wind
Und haben mich um den Schlaf gebracht

Es fließen arabische Winde, sie kommen nach Norden
Sie werden vielleicht etwas ändern,
denn ich glaube noch an die Märchen von
Tausendundeiner Nacht

Radnóti Miklós

Emlék (Aj, feszeskemellü…)

Aj, feszeskemellü
fecskenyelvü régi lány,
te régi költemény,
most életem delén
kérlek, ne légy goromba,
fuss karomba és kivánj!
A napból méz pereg,
oly rég nem néztelek,
fellebben lebke inged,
penderinted, szerteszáll,
kis pára messze fenn
és látlak meztelen,—
aj, a fény remeg még,
tíz éve emlék vagy te már!

1937. december 18.

Erinnerung (Ah, schmalbrüstiges …)

Ah, schmalbrüstiges altes Mädchen mit Schwalbenzunge von vergangenen Jahren,
die Muse meiner jugendlichen Poesie, jetzt in der Mitte meines Lebens bitte ich dich, sei nicht ein Grobian, lauf in meine Arme und begehre mich!
Aus der Sonne tropft Honig,
Ich habe dich so lange nicht angeschaut, aber deine Bluse fliegt wie ein Schmetterling nach oben, du drehst sie um, sie fliegt weg,
ein kleiner Hauch weit oben
und ich sehe dich nackt,—
ah, das Licht zittert noch,
obwohl du schon seit zehn Jahren eine Erinnerung bist!

18. Dezember 1937

Tóth Krisztina

Csillagpázsit
Kimegy hozzád a kisírt szemű asszony,
mezítláb áll és könnyű hálóingben:
nincs értelme, hogy megint itt virrasszon,
menjen aludni, mondod, mától minden
más lesz, mondod, ciripelnek a tücskök,
július van, hogy húsz éve veled hál,
ezt suttogja, a kerti padon ültök,
holdárnyék van és túl meleg nyár,
én az álom hangzavarában alszom,
fülelem kitakarózva a zárszót,
hogy mit felel még a kisírt szemű asszony,
mielőtt behúzza a szúnyoghálót.
A labdarózsa, ott a labdarózsa!
– és lehajolsz, hogy kézzel visszalökjed,
de széthullik puha kis darabokra,
csupa baljós szirom a fű előtted.

Titkos indákkal minden összekötve:
fut a hajnalka, felül kinéz a kertből,
kék tölcsérével a csöndbe belehallgat,
na hány nap van hátra az életedből,
nekidől a dísznád a kerítésnek,
hórihorgas, cigarettázó férfi,
hűvösödik, fent a csillagok égnek,
nedvesedik a fű is, de nem érzi,
a medvetalp, mintha valamit tudna
bőrös leveleit mind ledobálta,
fönt a Nagymedve nem megy semmi útra,
aludj, minden ígéret megbocsájtva-
…nehéz elkapni hajnalban a percet,
mikor virrad, de a hold fénye hullik:
két árnyékot vet ilyenkor a tested,
és mind a kettő más irányba nyúlik.

Milyen csönd lett, hogy hallgatnak a tücskök.
Száll az illat a muskátlifejekből.
Az óra, mikor éberen feküsztök,
most múlik el, be kéne menni, kelj föl,
megállsz a teraszon, csipkedni kezded
a száraz fejeket, a kertre nézel,
kopik a fű, hogy hol is volt a kezdet,
azon tűnődsz, hogy kitépkedni kézzel
már a mohát, úgy terjed, nem lehetne,
most látod csak, csupa moha a járda,
a napos részeket a tyúkhúr vette
birtokba, és hogy már nyár derekára
minden kiég. Feküdj még vissza, szólsz rá,
te megőrültél, mondja, nagyot ásít.
Mért, te ne nem látod nőni ezt a foltot?!
Hogy mindent elborít a csillagpázsit?!

Sternenrasen
Die Frau mit verweinten Augen kommt zu dir raus:
sie steht barfuß und mit leichtem Nachthemd,
sie soll schlafen gehen, sagst du, ab heute wird alles anders, sagst du, die Heuschrecken singen,
es ist Juli, sie schläft zwanzig Jahre mit dir,
das flüstert sie, ihr sitzt auf der Gartenbank,
der Mond hat einen Schatten und der Sommer ist zu warm, ich schlafe im Lärm des Traumes, und erhasche das letzte Wort, während ich mich aufdecke, was die Frau mit verweinten Augen noch antwortet, bevor sie das Mückennetz zuzieht.
Der Schneeballstrauch, ah der Schneeballstrauch!
– Und du beugst dich hinunter, um ihn zurückzudrängen, aber er zerfällt in weiche kleine Teile, nur Schlechtes prophezeiende Blüten auf dem Gras vor dir.

Mit heimlichen Ranken ist alles verbunden:
Die Winde rankt sich, schaut oben aus dem Garten heraus, mit ihren weißen Trichtern lauscht sie in die Stille,
na, wie viele Tage gibt es noch in deinem Leben, das Zierschilf lehnt sich gegen den Zaun,
es wird kühl, oben leuchten die Sterne,
auch das Gras wird nass, aber fühlt es nicht,
der Bärenklau, als ob er etwas wüsste, hat seine Lederblätter alle abgeworfen,
oben geht der Große Wagen auf keine Reise,
schlaf, alle Versprechen sind dir verziehen-
… es ist schwer, im Morgengrauen die Minute abzufangen,
wenn es hell wird, aber der Mondschein fällt:
zwei Schatten wirft dann dein Körper,
und jeder greift in eine andere Richtung.

Was für eine Ruhe einzog, wie die Heuschrecken schweigen. Der Duft der Geranien liegt in der Luft.
Die Uhr, wenn ihr wach liegt, jetzt geht es vorbei, du solltest hineingehen, steh auf,
du bleibst auf der Terrasse stehen, schaust auf den Garten, das Gras geht ein, wo war wohl der Anfang, du denkst darüber nach, dass du das Moos auszupfen müsstest, es breitet sich so aus, das dürfte nicht sein, erst jetzt siehst du, der Gehsteig ist voll von Moos,
die sonnigen Teile hat die Vogelmiere eingenommen, und wie am Ende des Sommers bereits alles ausbrennt. Leg dich noch hin, sagst du ihr, du bist verrückt geworden, sagt sie, und gähnt laut.
Warum, siehst du diesen Fleck nicht wachsen?! Dass der Sternenrasen alles zudeckt?!

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Nora Gomringer

Wie erkläre ich
Sind gestorben
In den Himmel gekommen
Sind geflogen
Atomisiert in die Lungen
Der Unwissenden
Nichtswissenwollenden
Haben ihre Kinder
In andere Länder gebracht
Oder die Elternasche
Verstreut über die sieben
Weltmeere
Die heute im Wellenschlag
Im Pottwalbauch
Unsere Sünden fortpflanzen
An die Strände
Der Ruhe

Hogyan magyarázom el
Meghaltak
Az égbe jutottak el
Repültek
Atomizálva a tudatlanok
tüdejeiben
A nem is akarni tudóknak
Elvittek a gyerekeit
más országokba
Vagy elszorták
a szülők hamuját a hét
Világtengere
Amelyek ma a hullámok verésében
Az ámbráscet hasában
szaporítják a vétkeinket
A nyugalom
strandjaira